06.09.2019
30 Jahre Hamme Lou - Ein großes Straßenfest als Dankeschön für Nachbarn und Anwohner

Eine bunte Hüpfburg, Kinderschminken, ein Clown, der mit den Kindern Luftballontiere formte und viele andere Spielangebote, unter anderem vom Jugendwerk der AWO Bremerhaven- Auf dem großen Sommerfest zum 30. Geburtstag der Mutter/Vater/Kind-Einrichtung Hamme Lou ging es sehr fröhlich zu. Über 100 große und kleine Besucher feierten am Freitag das 30-jährige Bestehen von Hamme Lou. „Ich danke der Einrichtung Hamme Lou für das Engagement für die Menschen, die Hilfe benötigen“, sagte Stadtrat Michael Frost in seiner Eröffnungsrede.

Vor 30 Jahren begann das Beratungs- und Betreuungsangebot der AWO Bremerhaven für Schwangere und Alleinerziehende, das heute unter dem Namen Hamme Lou an zwei Standorten in Bremerhaven Einrichtungen mit unterschiedlicher Betreuungsintensität umfasst.

In der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Wulsdorf finden sechs junge alleinerziehende Mütter und Väter Platz. Die jungen Eltern essen und kochen gemeinsam und lernen dort mit fachkundiger Unterstützung mit ihren kleinen Kindern sicher umzugehen. Die Betreuung findet rund um die Uhr statt. Der 21-jährige Dennis (Name geändert) ist gerade bei Hamme Lou mit seinem zweijährigen Sohn eingezogen. Er ist zur Zeit der einzige Vater bei Hamme Lou. Der Alleinerziehende ist sehr froh, dass er jetzt in der AWO Einrichtung unterstützt wird.

„Mir ist es sehr wichtig mit meinem Kind nicht alleine zu sein und hier bekomme ich viel Unterstützung“, erzählt der 21-Jährige. Nun möchte er anfangen Bewerbungen zu schreiben, um sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben. „Bei meinen Bewerbungen werde ich vom Hamme Lou-Team ebenfalls toll unterstützt“, erzählt er. Auch die 22-jährige alleinerziehende Mutter ist froh, dass sie mit ihrer einjährigen Tochter bei Hamme Lou wohnen kann. „Hier hat man Tag und Nacht Hilfe und Zuspruch. Es ist schön, dass immer jemand da ist“, sagt sie.

„Hamme Lou” ist ein Begriff aus einem alten Kinderspiel, ähnlich dem heutigen Fangen oder Ticken. Es gibt bei diesem Spiel aber einen sicheren Platz, wo die Person nicht getickt werden darf, dieser Ort ist Hamme Lou. Neben der Wohngemeinschaft für junge Mütter und Väter gibt es im Bremerhavener Ortsteil Eckernfeld ein Mutter-Kind-Haus von Hamme Lou. Hier leben drei Mütter mit ihren Kindern, die intensiv betreut werden. Geleitet wird die Einrichtung von Ilona Kaupat-Neubauer. „Mit dem großen Straßenfest möchten wir uns bei allen Nachbarn und Anwohnern herzlich bedanken“, sagt Ilona Kaupat-Neubauer.